Rechenschwäche/Dyskalkulie
Hilfe für Ihr Kind, Ihre Schüler, Ihr Therapiekind.
Typische Merkmale um Dyskalkulie oder Rechenschwäche zu erkennen:
Ihr Kind rechnet einfachste Rechnungen mit den Fingern?
Es zählt Mengen (auch noch so kleine) immer aufs Neue ab?
Es gibt Schwierigkeiten beim Überschreiten der Zehner, Hunderter oder Tausender?
Es erkennt Zahlendreher nicht?
Es hat Angst vor großen Zahlen?
usw.
Warum haben Kinder Rechenprobleme?
Rechnen wird in der Schule gelernt, indem sich die Schüler Mengen vorstellen und sich auf dem Zahlenstrahl gedanklich bewegen müssen. Davon haben sie abzuleiten, welche Zahl es ist und wie die Rechenaufgabe schriftlich nieder zu schreiben ist.
Für den wichtigen Übergang von den Vermittlungswegen Handeln mit Mengen, Bewegen auf der Zahlenreihe zum Denken wie Schreiben in Zahlen kann bisher die Schule dem Schüler kein sicheres vermittelndes Lernmittel anbieten.
Diesen wichtigen Schritt im Abstraktionsprozess leisten nun die Zahlen-Struktur-Körper® als Veranschaulichungsmittel.
Es gibt Schüler, die deshalb nicht rechnen können, weil sie mit der Verinnerlichung des Zahlbegriffs und der inneren Vorstellung des Zahlenraumes Schwierigkeiten haben. Der Zahlenraum mit seinen Zehnermengen und Einermengen, mit seiner Aufteilung in der Zahlenreihe wird für diese Schüler unüberschaubar und verwirrend.
Hingegen können solche Schüler Stärken im strukturellen und logischen Verständnis haben. Deren Rechenschwäche kann isoliert sein. Diese Schüler haben keine Probleme im sprachlichen Bereich. Für diese Schüler ist das Zahlen-Struktur-Material eine besondere und schnelle Hilfe.
Schüler, denen das gegliederte und strukturelle Denken leichter fällt, als das Denken in Mengen, können mit dem Zahlen-Struktur-Material schneller und leichter rechnen lernen.
Das Zahlen-Struktur-Material setzt dort an, wo Mengenvorstellungen beim Schüler nicht mehr vorhanden sind. Es bietet eine andere Lernmethode als bisher üblich.
Der Rechenrahmen, Zählrahmen oder Abacus als das zentrale Lernmittel der Schule stellt die Mengensystematik dar. Er vermittelt zu bestimmten Zahlbegriffen dem Schüler andere Strukturen als sie das dezimale Zahlensystem erfordert.
-Er kann die Einerzahl Null nicht zeigen.
-Die Zahl 10 gehört im Zahlensystem nicht zu den Einerzahlen wie es der Rechenrahmen suggeriert.
-Sie ist nicht das Ende einer Zahlenreihe, sondern der Anfang einer neuen Einerreihe. Mit 10 beginnen die Einer wieder bei Null und hören bei 19 mit dem Einer 9 auf.
-Mit 10 beginnt die neue Zahlengruppe der zweistelligen Zahlen.
Seit den Ergebnissen der Pisa-Studie ist das Schulsystem einer herben Kritik und intensiven Überprüfung ausgesetzt. Und trotzdem nimmt die Anzahl der Schüler zu, die Schwierigkeiten im Verständnis von Zahlen und dem rechnerischen Umgang damit haben.
Antworten werden oft gegeben, doch die Wurzel des Übels kaum beseitigt. Vielleicht liegt das auch daran, wie Zahlen und das Rechnen in den Schulen vermittelt wird.
In den Schulen „schwört" man auf die Vermittlung der Vorstellung von Zahlen und ihrer Ordnung im Zahlenraum über Mengen und der Zahlenreihe.
Ja, man will das sogar intensivieren, indem die Kinder bereits im Kindergarten mit diesen Lehrvorstellungen von Zahlen und ihrem Aufbau vertraut gemacht werden.
Wissenschaftliche Literatur weist gezielt darauf hin, dass bei Kindern mit Rechenschwierigkeiten die Wahrnehmung und die innere visuelle Vorstellung beeinträchtigt sind. Wir leben in einer Zeit der Überflutung der Kinder mit sinnlichen Eindrücken und Bildern, mit ihren ablenkenden Einflüssen. Überfordert die Schule durch die vorrangige Ausrichtung an der Menge nicht viele Kinder beim Erlernen des Rechnens? Verhindert sie so, insbesondere bei größeren Zahlen, mehr als dass sie fördert?
Ein einfaches Beispiel mag dies veranschaulichen:
Stellen Sie sich rasch im Kopf die Zahlen 83 und 47 in Mengen vor und rechnen Sie mit den vorgestellten Mengen eine Plusaufgabe. Wahrscheinlich ergeht es Ihnen genauso wie Ihrem Kind: Es ist nicht machbar. Aber von den Schülern wird das verlangt. Und trotzdem können viele Erwachsene rechnen, da sie dabei in rechnerischen Strukturen denken.
Neuere Forschungen belegen,
dass eine innere Vorstellung von Mengen von mehr als 9 Elementen kaum gelingt,
dass kleine Kinder eher mit Zahlen in der Reihe (z. B. Fingerrechnen) als mit Mengen rechnen.
Warum wird dann die Vermittlung mit Mengen als der Königsweg angesehen, um Kindern das Rechnen zu lehren?
Eine logische Konsequenz wäre, auch andere Wege zu überlegen, um Rechnen zu vermitteln und für die Kinder verstehbar zu machen!
Wichtige Hinweise darauf kann die Hirnforschung geben. Sie zeigt, dass die verschiedenen Anforderungen an das Zahlenverständnis und das Rechnen in unterschiedlichen Hemisphären (Hälften) des Gehirns angesiedelt sind, die über neuronale Netzwerke miteinander verknüpft sind. Und in jeder Hirnhälfte denkt der Mensch anders.
Entsprechend müssen die verstehenden und lernenden Zugänge zum Rechnen vielfältig sein. Ziel allen Bemühens ist, dass das Kind Rechnen lernt. Und dazu sind ihm verschiedene Lernwege zu eröffnen.
Um mehrere methodische Zugangswege zum Rechnen anzusprechen, besteht das Zahlen-Struktur-Material aus Mengensteinen und Zahlen-Struktur-Körpern®.







